Qualitätsarbeit
Qualitätsentwicklung in unserer Schule
Seit Ende der 90er Jahre gibt es in Rheinland-Pfalz eine Initiative zur Verbesserung der Schul- und Unterrichtsqualität. Nachdem in den Jahren 1997 und 1998 die organisatorische und inhaltliche Weiterentwicklung der Grundschule zur Vollen Halbtagsschule auf den Weg gebracht war, erhielten alle Schulen des Landes den Auftrag zur Schulentwicklung.
Zu dieser Zeit entschied sich unsere Grundschule dazu, die kommunikativen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler weiter zu entwickleln, da diese Fähigkeiten Grundlage für eine Vielzahl von Unterrichtsformen sind, die als "Offener Unterricht" bekannt sind und das selbstständige Lernen der Schülerinnen und Schüler unterstützen.
Zur gleichen Zeit war die damalige Hauptschule intensiv damit beschäftigt das Konzept der Regionalen Schule zu durchdringen, für die eigene Schule zu entwickeln und weiter zu schreiben. Die Bemühungen der Schulentwicklung richteten sich damals nach innen und beschrieb als Ziel: "Wir wollen eine Wohlfühlschule werden".
Anfang der Jahrtausendwende erteilte das Land Rheinland-Pfalz an alle seine Schulen den Auftrag den Schwerpunkt der Schulentwicklung auf die Unterrichtsentwicklung zu legen und dieses in "Qualitätsprogrammen" nieder zu legen. Zentrum der Qualitätsprogramme war der Schwerpunkt der Unterrichtsentwicklung, verknüpft mit weiteren Handlungsfeldern der Schule wie z.B. Elternarbeit, Schulinterne Kooperation etc.
Damals war für die Grundschule der erste neue Rahmenplan (Rahmenpläne GS) für das Fach Mathematik entwickelt, der die Schulen in ihrer Arbeit auf neue Wege führte. Daher entschied die Grundschule sich dafür, ihr Qualitätsprogramm der Auseinandersetzung mit den neuen Entwicklungen im Fach Mathematik zu widmen.
Es wurden im Unterricht Schwerpunkte gesetzt in den neuen Bereichen wie "Versprachlichung des mathematischen Denkens" - dieser Bereich knüpfte sehr gut an die vorherige Schulentwicklung an -, "Finden verschiedener Lösungswege" und "Herausfordernde Aufgaben". Diese Entwicklungsbereiche wurden begleitet von regelmäßigen Reflexionen zur Verbesserung der selbst gestellten Vereinbarungen.
Bei der Weiterschreibung des Qualitätsprogrammes wurden die "Knobelzeiten" im Fach Mathematik für die Klassenstufen 2-4 entwickelt und regelmäßig verbessert: Dabei geht es darum, Kindern der Klassenstufen Angebote in unterschiedlichen Fähigkeitsniveaus zu machen, um sie sowohl herauszufordern als auch zu fördern, je nach Stand des Kindes.
Während dieser Knobelzeiten wird die Einheit der eigenen Klasse aufgelöst, die Kinder arbeiten mit anderen Kindern der Stufe zusammen.
Damit die Gruppen kleiner werden, wurde diese Zeit im Stundenplan festgelegt und mit Differenzierungskräften verstärkt.
Das Konzept der Knobelzeiten ist jetzt auf einem Stand, dass wir uns einem neuen Schwerpunkt zuwenden können: Wir werden uns im Schuljahr 2007/ 2008 mit der Planung und Reflexion von fächerverbindendem Unterricht Sachunterricht/ Deutsch zuwenden mit dem Ziel, die Lernprozessbeobachtung des einzelnen Kindes zu vertiefen, damit die individuellen Fähigkeiten der Kinder zielgerichteter weiter entwickelt werden können.
In der damaligen Regionalen Schule hatte die Weiterentwicklung des Konzeptes der Regionalen Schule für uns hohe Priorität. Es gehört in unserer Schule zu den Selbstverständlichkeiten, Entwickeltes und Erreichtes immer wieder zu überprüfen und Verbesserungen einzubringen. Diese Arbeit wird uns auch weiterhin begleiten.
Daneben führte die Feststellung, dass es keine "festgelegten" oder "typischen" Leistungsbilder von H- und R- Kinder gibt dazu, dass die Frage der "Inneren Differenzierung" neu ins Gespräch gebracht wurde und dadurch folgerichtig zum Thema des ersten Qualitätsprogrammes der Regionalen Schule wurde. Dabei wurden die sog. Hauptfächer Deutsch, Mathematik und auch Englisch in den Blick genommen.
Es war und ist in der Weiterführenden Schule keine leichte Aufgabe, sich dieses Themas anzunehmen, aber manches ist schon auf den Weg gebracht: So werden in diesen Fächern differenzierende Angebote bei Klassenarbeiten gemacht, was auch Konsequenzen im Hinblick auf die Unterrichtsgestaltung hat: Es gibt Wochenplanarbeit, Stationenlernen und auch projektorientierter Unterricht. Wir stehen am Anfang dieser Entwicklung, aber ... jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt ...
So war und ist es folgerichtig, dass wir dieses Thema auch in der Fortschreibung des Qualitätsprogrammes verfolgten und dies auch weiterhin tun werden, bis wir an einer Stelle angekommen sein werden, an der wir sagen können: Jetzt ist dieser Arbeitsschwerpunkt so weit entwickelt, dass er zum "Selbstläufer" geworden ist.
Gelungen ist uns dies schon etwas bei unserem Methodentraining: Wir haben für die Klassenstufen eine "Methodenspirale" entwickelt, die sich durch die Arbeit der Klassenstufen hindurchzieht.
In jeder Klassenstufe wird während festgelegter Methodentage ein Schwerpunkt erarbeitet, der dann auch im Verlaufe des Schuljahres konsequent verfolgt wird. So geht es um das "Management der Hausaufgaben", um "Lerntechniken", um "Informationsverarbeitung" und "Präsentationsformen", um "Kommunikationstechniken" und das "Arbeiten im Team".
In der Zwischenzeit wird das Methodentraining in einen inhaltlichen Rahmen gestellt, der unserer Arbeitsplanung in der jeweiligen Klassenstufe entspricht. Damit ist sichergestellt, dass die Schülerinnen und Schüler merken, es geht nicht um Methoden um der Methoden willen, sondern es geht um Methoden, die die inhaltliche Bearbeitung eines Themas erleichtern, wenn man über sie verfügt.
Regelmäßige Überprüfung und Verbesserung führten dazu, dass wir zur Zeit mit diesem Arbeitsschwerpunkt auf einem Stand sind, an dem wir ihn als Teil unseres Schulkonzeptes regelmäßig in den Schuljahresplan einbringen.
Zu Beginn des Schuljahres 2007/ 2008 hat das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur (MBWJK) (www.mbwjk.rlp.de) für alle Schulen des Landes Rheinland-Pfalz den "Orientierungsrahmen Schulqualität" (ORS) herausgegeben. Er ist die Grundlage aller schulischen Qualitätsarbeit - von den Rahmenbedingungen für Schule über die innere Weiterentwicklung, vor allem der Unterrichtsqualität, bis hin zur externen und internen Überprüfung der schulischen Weiterentwicklung.
Er ist die Grundlage für die externe Überprüfung der Schulen durch die "Agentur für Qualitätssicherung, Evaluation und Selbstständigkeit von Schulen" (AQS) (www.aqs.rlp.de) und die Beratung der schulischen Weiterentwicklung durch die "Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion" (ADD) (www.add.rlp.de).
Als Schule werden wir uns in diesem Schuljahr intensiv mit diesem ORS befassen und überprüfen, wo der Stand unserer Qualitätsarbeit im Bezug auf unserer Qualitätsprogramm ist und wo wir nachbessern müssen.
Es gibt viel zu tun ...!
... denn viel Neues kommt auf uns zu, aber wir können auch auf Bewährtes zurückgreifen: Im Rahmen der Schulstrukturentwicklung sind wir nun ab dem Schuljahr 2009/ 2010 Realschule plus in integrativer Form
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